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Nervenkitzel bei Dunkelheit

Nachts, wenn sich die Dunkelheit über die Städte legt und die Straße menschenleer sind, ist die Zeit für GraffitikünstlerInnen gekommen – um illegal sprayen zu gehen. Dies wird in der Öffentlichkeit meist als Form des Vandalismus angesehen, andere wiederum betrachten es als Kunst. Neben Style-Writing und Trainwriting gibt es Streetart, politische Graffiti und zahlreiche weitere Stylings. Bei Style-Writing bestimmt die Schrift das Graffito. Dabei wird das Pseudonym möglichst künstlerisch und zahlreich an diverse Flächen gemalt. Diese Sprayer interessiert besonders ihr Fame – ihre Bekanntheit. Trainwriting hat ebenfalls die Schrift als Basiselement, aber es werden ausschließlich Züge bemalt. Bei Streetart ist nicht die Schrift im Vordergrund, sondern hauptsächlich
Bilder. Graffiti – oder Graffitis – werden mit Hilfe von Stencils angefertigt. Einer der berühmtesten Künstler dieser Richtung ist Banksy. Mit politischen Graffitis sollen politische Inhalte an möglichst viele Menschen heran getragen werden oder zu einem bestimmten Anlass mobilisieren. Peter Niedung begleitete eine Crew – die vor allem der Form der politischen Graffitis nachgeht – bei einer ihrer Aktionen. Im Folgenden hört ihr eine Reportage von der nächtlichen Aktivität, als die Sprayer mit Farbeimer und Farbrolle loszogen. Dazu benötigten sie in dieser Nacht einen Teleskopstab, um das Bild in drei Metern Höhe – unter Sprayern „in zweiter Reihe“ genannt – malen zu können.

Mehr Nachtgeschichten

Über Wachen und Schlafen

Klassischerweise geht man in den Weinkeller. Oder wenigstens an den Kühlschrank. Andere schauen 28 Folgen der neuesten Amazon-Serie hintereinander. Oder sie geben auf – und lassen sich im Schlaflabor behandeln. Eine Reportage im Selbstversuch über eine effektive Hilfe gegen Schlaflosigkeit.

Wenn du einen Prinzen mit Pferd siehst, dann lauf!

20:15 Uhr; in Bines WG-Küche wird Wein getrunken und geredet. Durch die Fensterfront scheint das grelle Licht einer Straßenlaterne, draußen regnet es und drinnen glüht die Heizung. Mia 21 und Bine 27 Jahre alt, kennen sich seit Januar diesen Jahres und sind ineinander verliebt

Haben Sie eine Zeitung abonniert?

Es war einmal. 1991. Da hatten die deutschen Tageszeitungen noch eine Auflage von rund 27,3 Millionen Exemplaren täglich. 20 Jahre später lag die verkaufte Auflage bei weniger als 19 Millionen Exemplaren. Und jetzt? Hoffen alle auf den „Trump-Effekt“, dass nämlich die dauernde Medienschelte aus den USA und die Verbreitung von Fakenews in den sozialen Netzwerken zu einer Wende führt, hin zum Qualitätsjournalismus. Die New York Times konnte ihre Auflage schon wieder erhöhen. Und in deutschen Zeitungsdruckereien? Machen die Profis weiter.